Dem Markt für Schiffsfonds droht der Kollaps – Die Zeche zahlt wieder einmal der Kleinanleger

Dem Markt für Schiffsfonds droht der Kollaps – Die Zeche zahlt wieder einmal der Kleinanleger

Immer mehr Schiffsfonds melden Insolvenz an und verschlingen dabei weitere Milliarden Anlegergelder. Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Helge Petersen sieht Möglichkeiten für Geschädigte ihren Verlust einzugrenzen

Nach Recherchen des Hamburger Analysehauses Deutsche Fondsresearch meldeten 271 Fonds mit zusammen 353 Schiffen seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise Insolvenz an und weitere 60% der verbleibenden Schiffsfonds stecken in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten. Neben den bereits verlorenen rund 3,9 Milliarden Euro droht den Anlegern ein weiterer Verlust von rund 4,8 Milliarden Euro (Quelle: zeit.de/2014/11/geldanlage-schiffsfonds, 24.03.2014)

„Und wieder sind die Kleinanleger die absoluten Verlierer“, beklagt Rechtsanwalt Helge Petersen aus Kiel, „im Insolvenzfall gucken sie in die Röhre. Da läuft das genauso ab wie bei einer Immobilie in der Zwangsversteigerung. Erst kommt die Bank. Wegen der anhaltenden Krise und damit schlechten Auslastung der Schiffe, sinken diese so stark im Wert, dass für den Kleinanleger am Ende nichts übrig bleibt!“, schimpft der ehemalige Bankkaufmann und Fachanwalt im Bank- und Kapitalmarktrecht und sieht die Entwicklung mit großer Sorge.

„Die Zeit“ beschreibt sehr eindrucksvoll in ihrem Artikel die Situation:
2007 boomte die Schifffahrt und immer neue Schiffe wurden in Auftrag gegeben. Durch die lange Fertigungszeit von ungefähr drei Jahren kamen diese aber erst auf den Markt, als die Krise schon begonnen hatte. Diese Überkapazität machte alle Preise kaputt und stürzte die einstige drittstärkste Handelsflotte Deutschland in die Krise. Von den damals versprochenen 18% Rendite pro Jahr sahen die Anleger nichts. Stattdessen werden Sie aufgefordert ihre Einlagen zu erhöhen, um das ins Straucheln geratene Projekt zu retten.

Allein diesen Monat gingen Insolvenzmeldungen der Schiffe MS „King Justus“ und MS „Stadt Schwerin“ vom Emissionshaus König & Cie und der MS Winona des HCI Exclusiv Schiffsfonds II durch die Presse. Diese Fälle zeigen deutliche Parallelen zu den Insolvenzfällen „MPC Capital“ und „MS Santa-R“ (für mehr Informationen zu Schiffsfonds klicken sie → hier).

presse-schiffsfonds

Zu der Misere hinzukommt – so Helge Petersen – der verhängnisvolle Umstand, dass die drei weltgrößten Containerreedereien Maersk aus Dänemark, CMA CGM aus Frankreich und MSC aus der Schweiz eine Allianz bilden werden. Am 20.03.2014 billigte dies die amerikanische Aufsichtsbehörde, was ein Zustimmen der chinesischen und europäischen Behörden als wahrscheinlich erscheinen lässt. Eine Zusammenarbeit hat für die drei Reedereien zwar den Vorteil, dass sie durch das Zusammenlegen von Aufträgen ihre Kapazitäten besser ausnutzen können, was aber zur Folge haben könnte, dass das ohnehin schon vorhandene Überangebot von nicht ausgelasteten Handelsschiffen weiter ansteigt und der sowieso schon enorme Druck auf die Charterraten dadurch steigt. Helge Petersen befürchtet, dass die kleinen, schon jetzt finanziell angeschlagenen Schiffsfonds sich nicht dagegen behaupten können und weitere Insolvenzmeldungen folgen werden.

„Die Anleger dürfen in dieser fatalen Lage nicht im Stich gelassen werden. In den meisten Fällen ist falsche Beratung die Ursache“, weiß Helge Petersen von einer Vielzahl von Mandaten, „die Schiffsfonds hätten bei dieser Talfahrt der Branche gar nicht mehr verkauft werden dürfen, schon gar nicht an Kleinanleger, denen durch Einsatz ihres Ersparten zusätzliche finanzielle Freiheit im Alter versprochen wurden.“
Helge Petersen kämpft seit Jahren mit einem starken Team gegen die bisweilen systematisch erscheinende Falschberatung der Banken und hat bereits in der Vergangenheit außergewöhnlich erfolgreiche Ergebnisse erzielt (für mehr Informationen klicken sie → hier).

Die Fachkanzlei Helge Petersen & Collegen bietet eine kostenfreie Ersteinschätzung für sie persönlich an. Melden sie sich und lassen sich ganz unverbindlich beraten (für mehr Informationen klicken sie → hier).

Originalbeitrag auf kanzlei-helge-petersen.de

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